Never too old to rock
5 Tipps für Erwachsene, die Gitarre spielen möchten

Einem alten Sprichwort zufolge kann man einem alten Hund keine neuen Tricks mehr beibringen. Ob hier womöglich jemand zu sehr von sich selbst auf andere geschlossen hat? In nahezu allen Lebensbereichen lassen sich Beispiele für Menschen finden, die im besten Alter eine neue Herausforderung annehmen und diese mit Bravour bewältigen. Und natürlich funktioniert das auch und insbesondere mit der Musik!

Im Verständnis vieler Erwachsener wird “Schule” automatisch mit Kindheit und Jugend assoziiert. Allerdings kennt die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten keine Altersgrenze. Viele Gitarrenspieler haben in jungen Jahren professionellen Unterricht genossen – doch wer damals nicht die Möglichkeit dazu hatte, muss seinen Traum keineswegs aufgeben: Musikschulen freuen sich selbstverständlich immer über interessierten Zuwachs; ganz gleich, welches Geburtsjahr nun im Personalausweis vermerkt ist! Wir haben an dieser Stelle fünf Tipps zusammengetragen, mit denen sich der Einstieg ins Gitarrenspiel auch im fortgeschrittenen Alter mit Spaß und Erfolg umsetzen lässt.

1 Ziele konkretisieren

Was Erwachsenen im Vergleich zu Jungspunden an reiner Fingerfertigkeit fehlen mag, machen sie bestenfalls durch schiere Erfahrung wieder wett: Wer einen über Jahrzehnte gefestigten Musikgeschmack mitbringt, kann individuelle Etappenziele in der Regel fokussierter und realistischer einordnen. Gerade für Anfänger handelt es sich dabei um eine wichtige Eigenschaft, da utopische Ansprüche an sich selbst schnell für einen Motivationsabfall sorgen können. In kleinen Schritten geht es stetig voran!

Darüber hinaus können Erwachsene oft präziser angeben, in welche stilistische Richtung die lehrreiche Reise eigentlich gehen soll – schließlich macht es auch für die generelle Herangehensweise im Unterricht einen enormen Unterschied, ob nun zum Beispiel satte Rock-Riffs, bluesige Lead-Einlagen oder Lagerfeuer-Idylle mit der Akustikgitarre den persönlichen Schwerpunkt darstellen.

2 Den richtigen Motivationsmix finden

In der Psychologie wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden. Während erstgenannte einen eigenen, aus sich selbst heraus entstehenden Antrieb besteht, ist mit letzterer die Einwirkung äußerer Faktoren gemeint. Besonders wünschenswert und vielversprechend ist eine ausgewogene Mischung aus beiden Arten der Motivation.

Bezogen auf das Gitarrenspiel ist der bloße Spaß an der Sache dementsprechend eine wichtige intrinsische Voraussetzung – er liefert Lernenden die Energie, den natürlich auch mit gelegentlichen Plateus verbundenen Prozess nicht vorzeitig abzubrechen. Musiklehrer oder aufmerksame Freunde hingegen können eine extrinsische Möglichkeit zur Motivation bieten, die für ein unmittelbares Zusammenspiel beider Aspekte sorgt. Das Ergebnis ist idealerweise ein Mix aus aufrichtiger Freude und einer antreibenden Form von Leistungsdruck, die bei allem Ehrgeiz selbstverständlich nicht die Überhand gewinnen sollte. Die bereits erwähnten kleinen Ziele (etwa ein Event oder Vorspielen, auf das man sich gewissenhaft vorbereitet) geben hier ein wertvolles Werkzeug zur Hand!

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3 Auf Unterstützung durch Unterricht setzen

Es gibt eine ganze Reihe von sagenhaft begabten Autodidakten, die durch natürliches Talent und viele einsame Übungsstunden zu Größen an der Gitarre geworden sind. Aber will man es im reifen Alter wirklich auf die relativ geringe Chance ankommen lassen, ein bislang unentdecktes Musikwunder auf zwei Beinen zu sein? Eben.

Speziell blutige Anfänger sind im Zweifelsfall gut damit beraten, zumindest zum Erlernen wichtiger Grundlagen und anderer Kniffe professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Fachkräfte können konkret auf individuelle Wünsche, Ziele oder Probleme eingehen und den Lernprozess dadurch entscheidend vorantreiben. Zweifel, dass Musikschulen den Kindern und Jugendlichen vorbehalten seien, sind im Übrigen denkbar unbegründet – viele Lehrer und Lehrerinnen wissen es im Gegenteil sogar zu schätzen, wenn sie ihr Wissen zur Abwechslung an unaufgeregte Erwachsene weitergeben dürfen.

4 Die nötige Offenheit mitbringen

Manche Erwachsene, deren Tage als Schüler, Student oder Auszubildender schon eine Weile in der Vergangenheit liegen, empfinden die Rückkehr “auf die Schulbank” zunächst als etwas befremdlich. Für einige von ihnen ist es außerdem ungewohnt, sich von einer womöglich deutlich jüngeren Person etwas beibringen zu lassen. Wer an der Gitarre – oder einem Instrument im Allgemeinen – Erfolge erzielen möchte, sollte sich von entsprechenden Vorbehalten jedoch lieber nicht ausbremsen lassen.

Lehrkräfte bekleiden ihre Position aus gutem Grund und ziehen ihre beruflichen Triumphe zu großen Teilen aus den Fortschritten ihrer Schüler und Schülerinnen. Bedeutet konkret: Sie wissen für gewöhnlich genau, was sie tun und handeln voll und ganz im Interesse ihrer musikalischen Kunden. Deshalb lohnt es sich, ihnen offen und aufgeschlossen zuzuhören. Unabhängig davon werden konstruktive und respektvoll formulierte Nachfragen natürlich immer gern beantwortet!

5 Regelmäßigkeit ermöglichen

Ein kaum zu leugnen der Vorteil junger Musikschüler ist ihre zeitliche Freiheit. Im Erwachsenenalter gestaltet es sich mitunter allerdings deutlich schwieriger, berufliche und private Aspekte des Alltags halbwegs bequem unter einen Hut zu bekommen.

Nichtsdestotrotz ist es absolut ratsam, der Musik ein regelmäßiges Zeitfenster einzuräumen: Schon wer sich vier- oder fünfmal pro Woche eine halbe Stunde gönnt, um ein paar Riffs zu spielen und Fingerübungen zu vollführen, bedient die Gitarre bereits nach kurzer Zeit mit wachsender Selbstverständlichkeit. Die Weisheit mag reichlich abgedroschen klingen, aber Übungen macht nun einmal wirklich den Meister.

Wann und wo man sich diese halbe Stunde (… nach Möglichkeit natürlich gerne mehr) nimmt, ist notwendigerweise individuellen Umständen geschuldet. Manche Menschen starten gern mit einer Tätigkeit in den Morgen, die ihnen Spaß bereitet – andere belohnen sich lieber nach einem anstrengenden Arbeitstag mit einem Griff in die Saiten, um Ausgleich und Entspannung zu erlangen. In jedem Fall gilt: Kontinuität ist König!