Cello

Wie lange sollte man am Tag Cello üben?

Wichtig ist, nur so viel zu üben, wie auch möglich ist. Das bedeutet: Die Schmerzgrenzen des eigenen Körpers ernst zu nehmen und zu beachten. Wer sie missachtet, der riskiert eine Verletzung oder gar Entzündung. Auch Zysten können auftreten. Entzündete Sehnen können Pausen von Wochen oder Monaten erzwingen.

Die gute ergonomische Ausstattung ist zudem wichtig: Stuhl, Höhe des Notenständers, Körperhaltung, sparsame Bewegungen. All dies verhindert Überlastungen. Alle 45 Minuten sollten Pausen mit Lockerungsübungen eingebaut werden. Sehr belastend sind Doppelgriffe, Streckungen der Hand und das Üben von Oktaven. Achten Sie auf Ihren Körper.

Wichtig sind Regelmäßigkeit und Qualität der Übungen

Es ist sinnlos, das Trainingsprogramm einer ganzen Woche in einen Tag zu packen. Es über die Woche zu verteilen, ist sehr viel besser. Die Synapsen des Gehirns haben so Zeit, um sich neu zu verknüpfen.

Berufsmusiker üben bis zu drei Stunden am Tag, Studenten oftmals bis zu fünf. Grundsätzlich ist es gut, so viel zu üben wie möglich, aber dabei auf den Körper zu achten.

Korrektes Üben

Beim Üben ist die Qualität entscheidend. Nur mit hoher Konzentration gelingt es erfolgreich. Es ist wichtig, beim Üben auf die Musik und ihren Rhythmus zu achten. Auch die Dynamiken eines Stückes nimmt nur wahr, wer sich konzentriert. Bin ich erschöpft und soll ich besser morgen weiter üben? Alle diese Faktoren sind wichtig. Aufnahmen des eigenen Spiels können die Wahrnehmung unterstützen. Auch die theoretische Auseinandersetzung mit der Musik ist sehr wichtig.

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Wie kann man effektiv und effizient Cello üben?

Wichtig ist ein guter Zeitplan, vor allem dann, wenn man für ein Konzert übt. Zu knappe Zeitpläne sind meist zum Scheitern verurteilt.

Eine gute Vorbereitung beim Material ist ebenso wichtig. Die Partitur aufmerksam zu lesen und mit eigenen Hinweisen zu versehen ist dabei sehr hilfreich. Die dafür aufgewendete Zeit ist meist sehr gut investiert. Der erste Überblick über das Stück und seine Herausforderungen ist gewonnen.

Aufnahmen anhören, Videos schauen und Kollegen fragen

Wie ein Werk sich tatsächlich anhören kann und soll, erfährt man am besten über bestehende Aufnahmen und Videos. Eine eigene Interpretation kann trotzdem stattfinden. Hängt man an einzelnen schwierigen Passagen, so können Kollegen oft mit Tipps weiterhelfen.

Das Gehirn lernt leider auch die Fehler

Mit jedem Spielen eines Stückes bilden sich Synapsen im Gehirn aus. Das gilt leider auch für die Fehler. Einen erlernten Fehler wieder loszuwerden ist darum sehr mühsam. Doch leider sind gerade beim Cello die Fehlermöglichkeiten sehr zahlreich. Bevor Sie also einen Fehler immer wieder machen und darüber hinwegspielen, üben Sie die fehlerhafte Stelle lieber im Detail so lange, bis Sie sie beherrschen.

Besser langsam als schnell

Damit das Gehirn die Möglichkeit hat, richtig zu lernen, kann man beim Üben sehr langsam und genau spielen. Das mag sich seltsam anhören, ist aber der richtige Weg. Sitzen die schwierigen Passagen, kann das Tempo leichter angepasst werden. Das Metronom hilft dabei, einen gleichbleibenden Rhythmus zu halten.

Nicht nur so viel wie möglich, sondern auch so gut wie möglich

Nicht die Menge macht es, sondern die Qualität. Es ist aber besonders wichtig, hier sein individuelles Gleichgewicht zu finden. Nicht jeder lernt gleich schnell und gleich intensiv. Bessere Erfolge werden sich durch häufiges und konzentriertes Üben einstellen können. Sobald jedoch die ersten Schmerzen beim Üben auftreten, ist eine Pause unerlässlich. Je früher sie gemacht wird, desto schneller vergehen die Schmerzen. Doppelgriff und Streckungen sollte man deshalb niemals zu lange am Stück üben. Da macht auch die Konzentration gar nicht mit. Auch der Kopf muss sich zwischendurch erholen können.

Vergeht die Zeit beim Üben unerträglich langsam, so ist man meist nicht mehr bei der Sache. Läuft es dagegen gut, hat man das Gefühl, dass die Zeit rast. Nur solange das Üben Spaß macht, kann es noch effektiv sein. Selbstdisziplin ist ein Charakterzug, den man lernen kann. Oder zumindest verbessern.

Das Gehirn am Arbeiten halten

Die Gedanken sollen immer auf das Üben konzentriert bleiben. Schweifen sie ab, ist man unproduktiv. Wer sich zu lange konzentriert, ermüdet schnell. Deshalb ist es sinnvoll und hilfreich, niemals zu lange an einzelnen Passagen zu üben, sondern die Übungszeit abwechslungsreich zu gestalten. Machen Sie ständig nur noch Fehler, dann lockern Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit dadurch auf, dass Sie ein kurzes Stück spielen, das Sie bereits gut beherrschen. Derart erfrischt, können Sie dann zur schwiergen Passage zurückkehren.

Üben heißt Probleme lösen

Wer sich verbessern möchte, der muss an denjenigen Passagen üben, die noch nicht funktionieren. Sinnlos ist es, einfache Dinge ständig zu wiederholen, dann bleibt der Fortschritt aus. Schwierige Passagen lassen sich dadurch lernen, dass man sie durch umfangreiches Üben schon auswendig kann.

Bei einer hohen Arbeitslast – zum Beispiel dann, wenn mehrere Stücke bis zum Konzert sitzen müssen – ist es besonder wichtig, effektiv zu üben. Sonst reicht die Zeit nicht aus. Bei den schwierigsten Passagen handelt es sich um Probleme, die gelöst werden müssen. In den Zeiten, in denen nicht am Instrument geübt werden kann, kann man sie im Kopf durchgehen und sich vor dem eigenen Auge mit ihnen beschäftigen. Dieses Mentaltraining kann die tatsächlichen Übungen sehr gut unterstützen. Man muss jedoch einige Übung darin haben.

Alles was schiefgehen kann wird auch schiefgehen

Machen Sie sich klar, dass das Konzert eine Stresssituation ist. Passagen, die nicht richtig gut geübt sind, werden mit der Aufregung im Konzert nicht funktionieren. Daher ist eine gute Vorbereitung unabdingbar. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und arbeiten Sie an Ihren Lücken.

Einen kühlen Kopf bewahren

Geduld und ein kühler Kopf sind gute Ratgeber. In der Woche vor dem Konzert alles lernen zu wollen, das wird unweigerlich schief gehen. Panik ist ebenfalls kontraproduktiv. Stattdessen ist es viel effektiver, sich in Ruhe und mit Gelassenheit auf diejenigen Passagen zu konzentrieren, die noch nicht funktionieren. Das Gehirn kann auch auf kleine Details programmiert werden.

Sich selbst aufnehmen

Sind Sie der Meinung, jetzt alles zu können, dann nehmen Sie sich auf Band oder auf Video auf. Beim Anschauen werden Sie eine gute Kontrolle über die eigene Wahrnehmung haben. Die Aufnahmen zu kontrollieren kann auch Mut und Motivation geben, da man doch schon sehr viel gelernt hat.

Schlaf ist wichtig

Wer übermüdet ist, kann sich nicht konzentrieren.

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